Integration pur
14. September 2007Fahrradfahren in Berlin. Die letzten paar Meter zu meinem Ziel wollte ich auf dem Bürgersteig zurücklegen, auch angesichts der Tatsache, daß auf der dazugehörigen Straße Verhältnisse herrschten, als hätte man alle Schleusentore einschlägiger Nervenheilanstalten gleichzeitig geöffnet.
Ein Fußgänger mit dunklem Teint und ebensolchem Blick (türkisch-arabische Großfamilie? Verteidigter vom Hindukusch?) kommt mir entgegen. Ich fahre Schritttempo, bleibe schließlich vor einem Engpaß ganz stehen, um den Fußgänger vorbei zu lassen, und lächle ihn freundlich an. Der Fußgänger schnauzt: “Hier nix Radfahren!”
Ist es nicht wunderbar zu sehen, wie die Integrationsbemühungen Früchte tragen?
Am 15. September 2007 um 07:19 Uhr
Yepp. Aber ein Radfahrer der auf dem Bürgersteig stehenbleibt um Bürger über den Bürgersteig gehen zu lassen, kommt hier in Wilmersdorf nicht vor. Die klingeln und schimpfen. Ist ja auch ungezogen von den Bürgern das sie nicht die völlig leeren Radfahrwege benutzen die für Millionen gebaut wurden und statt dessen auf dem Recht bestehen den Bürgersteig zu benutzten.
Am 15. September 2007 um 15:41 Uhr
Das ist selektive Wahrnehmung: Die, die stehen bleiben, werden nicht wahrgenommen. Die, die klingeln und schimpfen, über die ärgert man sich dann.
Wenn man selbst Rad fährt:
Es gibt viel zu wenig Radwege und nicht immer dort, wo man sie braucht.
Ansonsten: Es scheint mit den Integrierten wie mit den Kindern zu sein. Zuerst wird immer unerwünschtes Verhalten gelernt.