Glöckner enthüllt Hintergründe der Naturzerstörung
23. April 2007Eine nicht unerhebliche Zahl von Bewohnern des Bezirks “Tempelhof-Schöneberg” fragt sich seit einiger Zeit, was die organisierte Naturzerstörung in ihrem Bezirk zu bedeuten haben könnte. Ich glaube, die Antwort am Kassenautomaten zum Schöneberger Südgelände gefunden zu haben.
Das Schöneberger Südgelände ist ein Stück Natur, dessen Erhalt von einer Bürgerinitiative über Jahre hinweg mühsam erkämpft wurde und das heute von der Grün Berlin Park und Garten GmbH, deren alleiniger Gesellschafter das Land Berlin ist, “bewirtschaftet” wird. Eine GmbH ist bekanntlich ein Gebilde, das nicht nur das Wort “beschränkt” schon im Namen führt, sondern auch auf Gewinn ausgerichtet ist. Und da dieser Gewinn nie groß genug sein kann, reicht das “Engagement” des Sponsors, dessen Name (Allianz) unübersehbar am Eingang prangt, natürlich nicht aus. Es muß Eintrittsgeld erhoben werden.
Ursprünglich war dies lediglich am Haupteingang (S-Bahnhof Priesterweg) der Fall, während die in Sachen Natur eher wenig verwöhnten Bewohner der Schöneberger Insel das Gelände über den Nordeingang noch betreten konnten, ohne durch den Anblick eines Kassenautomaten beleidigt zu werden. Inzwischen aber wurden auch dort formschöne, übermannshohe Zäune Marke “Neu-Berlin” nebst einem edelstahlfarbenen Kassenautomaten errichtet.
Warum sollte man aber als Berliner Steuerzahler noch zusätzlich Geld bezahlen, nur um zu sehen, wie Landschaft aussehen könnte, wenn die Behörden sie in Ruhe ließen? Diese Frage hat sich vermutlich auch unser Stadtrat für Umwelt und Natur gestellt - und eine geniale Theorie entwickelt:
Wenn man überall im Bezirk jeden Anflug von Natur rigoros eliminieren und vernichten würde, dann wären die Menschen vielleicht irgendwann so ausgehungert, daß sie alle zum Schöneberger Südgelände pilgern würden und ohne zu zögern Eintritt bezahlen würden, um den einzigen dann noch verbliebenen Rest von Natur noch einmal zu sehen. Stimmt’s, Herr Schworck? Geben Sie es zu!
Auf der Suche nach einer Alternative zur Abzocke am Südgelände sind wir übrigens dann doch noch an anderer Stelle auf ein Stück unverschworckte Natur gestoßen: den Park am Wolffring. Dort trafen wir gleich drei Graureiher an, die in diesem relativ kleinen Areal erfolgreich auf Froschfang waren. Wer weiß, wie lange diese Oase dem Zugriff des Stadtrats für Umwelt und Natur noch entgehen wird…
Am 25. April 2007 um 21:35 Uhr
Wir freuen uns über jeden Bericht, der zum Inhalt hat, dass es in dieser Stadt ein Ende haben muss mit der OHNE BÜRGERBETEILIGUNG durchgeführten Zerstörung der Natur.
Ob in Kreuzberg (z. B. Görlitzer Park) oder in Schöneberg (z. B. Nelly-Sachs-Park oder Cosimaplatz) oder in …
Wir, die IG Nelly-Sachs-Park (bestehend aus der BI Nelly-Sachs-Park, dem BUND Berlin e. V. und der Parkgenossenschaft Gleisdreieck e. G. i. G.) wurden zum Beispiel von der Tatsache überrascht, dass der Nelly-Sachs-Park unter etwas mysteriösen Umständen, ohne Bürgerinformationen und letztlich mit bisher nicht nachprüfbaren und widersprüchlichen Begründungen um ca. die Hälfte zerstört wurde.
Unsere Versuche, die Umstände der Zerstörung (Verantwortlich: Herr Bezirksstadtrat OLIVER SCHWORCK [SPD]) mit der Verwaltung zu klären, standen unter keinem guten Stern.
Vom 14.03. und bis heute (25.04.07) kam es zu keiner umfassenden Information für die Bürger und Bürgerinnen über die Hintergründe der Zerstörungsaktion.
Auf die Bitte von 197 Menschen (Unterschriftsliste - binnen 7 Stunden gesammelt) um eine umfassende Information mittels einer Podiumsdiskussion vom 23.09.07 erreichte uns am 14.04. ein undatierter und nicht unterschriebener Plan, der uns seitens des Herrn Schworck (SPD) mit einem sich in unkronkreten Äusserungen ergehendem Schreiben zur Verfügung gestellt wurde. Der Plan wirft - auch für die Fachfrauen und -männer in unseren Reihen - mehr Fragen auf, als dass er diese beantwortet.
Nun bereiten wir eine Podiumsdiskussion vor, die im MAI 2007 stattfinden soll und zu der neben Herrn Bezirksstadtrat Schworck auch die Gartenbaudirektorin des Bezirks, Frau Heinrich eingeladen wurde und auch der ADFC, der FUSS e. V., der BUND Berlin e. V. und die Parkgenossenschaft Gleisdreieck auf dem Podium vertreten sein sollen bzw. werden.
Ob sich Herr Bezirksstadtrat Schworck (SPD) und Frau Heinrich allerdings den Fragen des Publikums aussetzen werden, das bleibt abzuwarten. In Wahlkampfzeiten heisst es: Bürgernahe Verwaltung ! Nach der Wahl ist eine Erinnerung daran extrem störend. Oder auch: Zu viel Mut - tut nicht gut !
Sie können sich auf unseren Seiten (http://www.bund-berlin.de bzw. http://www.berlin-gleisdreieck.de/Seiten/aktuelles/aktuelles.htm) informieren.
Wenn Sie weitere Informationen wünschen, so senden Sie uns bitte eine Mail: –> IG_NellySachsPark—at—gmx.de.
Wir sind parteipolitisch übrigens - unabhängig.
Vielen Dank für Ihr Interesse.
Am 28. April 2007 um 07:08 Uhr
Hallo,
wir möchten Sie darauf hinweisen, dass die Podiumsdiskussion nun
am –> 16.05.2007
um –> 19.00 Uhr (bis voraus. 21.30 Uhr)
im –> Gemeindesaal der Evang. Luther-Kirchengemeinde, Bülowstr. 74, 10783 Berlin
stattfinden wird.
Wir haben neben den o. g. VertreterInnen selbstverständlich auch Herrn Bezirksstadtrat Schworck (SPD) und Frau Heinrich (Gartenbaudirektorin) mit Schreiben vom 17.04.07 eingeladen und bis zum 27.04.07 KEINE ANTWORT erhalten.
Wir stellen fest, dass es Herrn Schworck und Frau Heinrich schlicht egal ist, was die Anwohner und Anwohnerinnen von der großflächigen Zerstörung und ihren Umgestaltungsplänen des Nelly-Sachs-Parks halten, verzichten daher auf ihr Erscheinen und werden die Veranstaltung OHNE sie durchführen.
Interessant wird die Veranstaltung auf jeden Fall werden.
Wir hoffen auch auf Ihr Interesse.
Am 28. April 2007 um 14:11 Uhr
Danke für die Information!
Am 11. Mai 2007 um 13:50 Uhr
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Nelly-Sachs-Park
–> Absage der Podiumsdiskussion am 16.05.2007
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>>> 11.05.2007 Mittwoch, den 16.05.2007 geplante Podiumsdiskussion
LEIDER ABSAGEN müssen.
Bei der Planung des Termins ist es dem für die Vorbereitung der Podiumsdiskussion verantwortlichen Mitglied der IG Nelly-Sachs-Park leider nicht aufgefallen, dass an diesem Tag ebenfalls die Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) des Bezirks Tempelhof-Schöneberg stattfindet.
Da uns das Interesse an einer Teilnahme aus allen Fraktionen des Bezirks heraus signalisiert wurde und wir großes Interesse daran haben, in einen Dialog mit möglichst allen gesellschaftlichen Gruppen und auch Einzelpersonen zu kommen, sehen wir uns zur Absage dieses Termins gezwungen.
Zu unserer Einladung zu einer Podiumsdiskussion vom 17.04.07 erreichte uns am 09.05.2007 ein Schreiben des Herrn Bezirksstadtrats Schworck, in dem auch er uns auf diesen Temin aufmerksam machte und seinem Interesse an einem “Runden Tisch” Ausdruck verlieh.
Wir bedauern sehr, dass es Herrn Schworck nicht zu einem früheren Zeitpunkt möglich war, auf unsere Schreiben zu reagieren, greifen seinen Vorschlag aber gern auf und hoffen, Ihnen kurzfristig einen zeitnahen Ersatztermin nennen zu können.
Durch die begonnenen und laufenden Baumaßnahmen im Nelly-Sachs-Park ist leider eine Situation entstanden, die das Vertrauen in Verwaltungsentscheidungen nicht erhöhte.
Wir sind aber der Meinung, dass nun alle Beteiligten gefordert sind, eine in die Zukunft - und ggf. über die Grenzen Tempelhof-Schönebergs hinaus - weisende Lösung zu suchen, die auch den unterschiedlichen Nutzungsanforderungen an Grünanlagen gerecht wird.
Das dazu notwendige Verfahren sollte transparent ablaufen und allen daran Interessierten eine Teilnahme ermöglichen.
Wir hoffen TROTZ dieser Absage auch auf Ihr Interesse daran !
IG Nelly-Sachs-Park >>>> 11.05.2007