Ingeborg Junge-Reyer, Hans Wall und Knut üben sich in Vandalismus
8. April 2008Einer Meldung der Berliner (Bild)Zeitung und anderer Zeitungen zufolge plant die Senatorin für Stadtentwicklung Ingeborg Junge-Reyer (SPD) in einem beispiellosen Amoklauf die Zerstörung nahezu aller Gaslaternen der Stadt. Dabei hatte die Bildzeitung “Die Welt” erst im Juni 2006 berichtet, die Dame plane das genaue Gegenteil (Hinweis: die Meldung befindet sich links oben neben der Bildergalerie “301 Fakten über Sex - Wie lang, wie oft, wo und mit wem?“).
Wird dieser neue Plan der Senatorin umgesetzt, dann geht nicht nur ein weiteres Stück Atmosphäre in den Kiezen den Bach runter, sondern Berlin verliert eine seiner Haupt-Touristenattraktionen. Vielleicht sollte der Senat den Touristen nicht immer nur in den A…. kriechen, sondern ihnen auch mal auf’s Maul schauen. Dann wüßte er, daß die Touristen begeistert zur Kenntnis nehmen, in der Stadt mit den meisten erhaltenen Gaslaternen der Welt zu sein. Touristen und Anwohner wollen diese 44.000 Gaslaternen weiterhin sehen, und zwar nicht im Gaslaternenmuseum, sondern in der Wirklichkeit.
Wovon es in Zukunft noch etwas mehr geben soll, ist das, was ohnehin schon im Übermaß vorhanden ist, nämlich Werbung. Der Unternehmer Hans Wall will am Schloßplatz in eine fünfgeschossige, dreidimensionale Reklameinstallation namens “Humboldt-Box” investieren. Bei diesem Projekt zeigt Junge-Reyer sich angeblich noch zugeknöpft, aber das kann sich angesichts der 20 Millionen, die Wall außerdem für die Disneyland-Bauakademie locker machen will, noch ändern. Das Gute an diesem Projekt ist nur, daß es dabei um das Umfeld des Boulevards Unter den Geiern geht, wo atmosphärisch gesehen ohnehin nicht mehr viel zu zerstören ist.
Von Eisbär Knut, der sein Fell inzwischen in landestypischem Feinstaubweiß trägt, wird berichtet, er habe zum Entsetzen der Öffentlichkeit lebende Karpfen aus seinem Wassergraben gejagt und getötet, obwohl er von seinen Vorgesetzten regelmäßig tiefgefrorene Heringe serviert bekomme. Einen Grund zur Besorgnis sieht Neues vom Glöckner allerdings nicht. Da Knut bereits den aufrechten Gang praktiziert und Besuchern die Zunge herausstreckt, wird es wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis er auch seine Fischstäbchen mit Messer und Gabel ißt. Wenn er dann auch noch sein Gehege demoliert, dürfte er von Ingeborg Junge-Reyer kaum mehr zu unterscheiden sein.