480 Stunden Neukölln im Zeitraffer

18. Juni 2008

Am Freitag beginnt in Neukölln das zehnte Kunst- und Kulturfestival “48 Stunden Neukölln“.

Was aus dem offiziellen Programm allerdings nicht hervorgeht: auch der Glöckner wird sich an diesem Event beteiligen.

An einem unbekannten Ort wird er innerhalb von 48 Minuten zehn Förmchen mit Schneckenscheiße füllen. Dabei wird er mit einer Videokamera gefilmt, die den kreativen Akt simultan auf die Garagenwand von Bauer Hempel projiziert.

Das Besondere an dieser Aktion ist, daß sie ohne Zuschauer stattfindet.

Anschließend wird die Schneckenscheiße mit einer Moulinex Vaporette aus dem Jahre 1971 unter Beimischung von etwas Chanel No. 5 gequirlt und in leere Coca-Cola-Flaschen gefüllt. Diese können dann in verschiedenen Supermärkten käuflich erworben werden.

Mit seiner Kunst-Aktion will der Glöckner zum Nachdenken über die Utopie von Sinn und Sein im Spannungsfeld von performativer Transformation und konstruktierter Wirklichkeit anregen.

2 Kommentare zu “480 Stunden Neukölln im Zeitraffer”

  1. hansohneglueck

    Das finde ich ja nun wirklich sehr bedauerlich, dass ich nicht dabei sein kann, um diesen in die Zukunft weisenden Akt Ihres künstlerischen Schaffens zu dokumentieren. Ich hoffe aber, dass andere Wege und Möglichkeiten finden werden, die Öffentlichkeit daran teilhaben zu lassen.

  2. admin

    Bisher ist eine Beteiligung der Öffentlichkeit leider nur in der Form vorgesehen, daß die Ergebnisse meiner Arbeit, wie gesagt, käuflich erworben werden können.
    Je mehr Coca-Cola Sie in Supermärkten kaufen, um so größer ist Ihre Chance, auch eines meiner Kunstwerke in Händen zu halten.
    Wenn Sie dazu dann noch vom Supermarkt Ihres Vertrauens die Herausgabe der Videoüberwachungsbänder fordern, können Sie sogar eine bleibende Erinnerung an Ihre Mitwirkung bei dem Event nach Hause tragen.

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