Kleines Lexikon der Alltagssprache
Heute: Putzen
25. Juni 2008
Als “Putzen” wird - stark vereinfacht ausgedrückt - die Tätigkeit bezeichnet, Materie, die man “Schmutz” nennt, von einem Ort ‘A’ an einen Ort ‘B’ zu verbringen.
Nehmen wir zum Beispiel an, die Materie namens “Schmutz” befände sich auf einem Fenster. In diesem Fall würde das Putzen, so habe ich mir sagen lassen, darin bestehen, den Schmutz mit einem sogenannten “Lappen” aufzunehmen. Dadurch wird das Fenster im Idealfall - und nur diesen wollen wir hier betrachten - “sauber” und der Lappen “schmutzig“.
Nun müssen wir den Lappen putzen. Dies geschieht, indem wir ihn in Wasser auswringen. Dadurch wird der Lappen sauber und das Wasser schmutzig.
Die Säuberung des Wassers wiederum erfolgt mit Hilfe einer Kläranlage. Diese wird anschließend von dem von ihr aufgenommenen Schmutz befreit, indem wir selbigen in komprimierter Form auf Feldern ausbringen oder ihn in Müllverbrennungsanlagen verbrennen. Von dort gelangt er durch Winderosion bzw. durch die Schornsteine der Müllverbrennungsanlage in die Luft und kann sich schließlich wieder auf unserem Fenster ablagern.
Wegen des Putzens werden - insbesondere in Teilen Süddeutschlands - noch heute immer wieder Kriege geführt.
Der Fachausdruck für “Putzen” lautet “Beschäftigungstherapie“.

Schmutzig

Sauber
Am 26. Juni 2008 um 13:45 Uhr
Wunderschön!